Geringfügige Änderungen in Bearbeitung

Tag 1Mittwoch, 19.02.
14:30 - 15:30Akkreditierung
15:30 - 16:30offizielle Begrüßung
16:30 - 17:30Plenarvortrag 1: Dr. Marc Felfe,
Wen oder wem lehren wir Deutsch? Grammatische Variation als Chance für die Schulgrammatik
Auch in der Standardsprache gibt es grammatische Variation. Diese wird bislang von der Schulgrammatik kaum berücksichtigt oder mit dem Rotstift geahndet. Verstehen wir unter Schulgrammatik primär eine Grammatik für Lehrende, so muss sie Können vermitteln und Erklärungen bieten. Variation bietet einen wesentlichen und spannenden Einblick in grammatisches Tun. In dem Vortrag werde ich Antworten auf die folgenden Fragen vorschlagen: Woher kommt grammatische Variation? Wie kann die Schulgrammatik zu ihr stehen? Was lässt sich wie aus Varianten lernen? Welche Bedeutung hat der analytische Blick auf Variation für den Fehlerbegriff? Kurzum: es geht um das Spannungsfeld zwischen grammatischen Systemen, Normen und dem Sprachgebrauch aus Sicht einer Lehrgrammatik.
Marc Felfe (Humboldt-Universität zu Berlin) arbeitet zur deutschen Grammatik, Konstruktionsgrammatik, Syntax-Semantik-Schnittstelle und Schulgrammatik. Er studierte germanistische Linguistik und promovierte 2011 mit einer Analyse der Partikelverben mit „an“. Über den DAAD lehrte er am Lenguas Vivas (Buenos Aires) und an der Sprachenfakultät der UNC. Er unterrichtete DaF im In- und Ausland.
17:30 - 18:00Kaffeepause
18:00 - 19:30Slot 1
Raum 1Mario Helm / Carolina Cabezas (S1) drüben! – Einsatz einer Graphic-Novel im DaF-Unterricht mit jungen ErwachsenenIm Vortrag wird der Einsatz von Graphic-Novels am Beispiel der Arbeit mit drüben! von Simon Schwartz im DaF-Unterricht für ÜbersetzerInnen an der Universidad de Concepción (Chile) vorgestellt. Dabei soll das Angebot des Textes in inhaltlicher und sprachlicher Sicht genutzt werden, um – neben landeskundlichen und sprachlichen – auch methodische Kenntnisse zu erwerben und zu festigen. Ziel ist die Vorstellung der verwendeten Methodik anhand des konkreten Materials und die gemeinsame Reflexion über Möglichkeiten des Einsatzes und Reichweite dieser Textsorte im DaF-Unterricht. Die Teilnehmenden können aus dem Vortrag konkrete Unterrichtsvorschläge mitnehmen und – hoffentlich – die Motivation, diese vielseitige Textsorte einzusetzen.
Sara Wainziger / Margarete Usow

(S1) Fächerübergreifende Sprachprojekte im DaF-Unterricht
Unser Kurzvortrag hat zum Ziel, anhand zweier Projekte die Wichtigkeit hervorzuheben, andere Sprachen im DaF-Unterricht miteinzubeziehen. Gerade durch die Einbeziehung der Muttersprache fällt es den Schülern einfacher, in anderen Sprachen zu reflektieren und sich zu äußern. Aus der Zusammenarbeit der drei Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch entstand die Grundlage für die Ausarbeitung der Projekte: Detektivgeschichten und deren kreative Umsetzung als Comic und Arbeit an Tagebüchern, am Beispiel von Anne Frank. Aus beiden Projekten konnte die Schlussfolgerung gezogen werden, dass die Integration unterschiedlicher Sprachen bereichernd für den Lernprozess der Schüler ist. Der Beitrag soll Daf-Lehrer dazu anregen, andere Fremdsprachen oder sogar die Muttersprache im Daf- Unterricht als ein nützliches Mittel für den Unterricht zu betrachten.
Marie Tappero / Miryam Pagano

(S1) Kunst für die Sprache. Sprache für die Kunst. Ein Kunstprojekt mit Kleinkindern in Salta (Argentinien)
In diesem Beitrag wird von einem künstlerisch-sprachlichen Projekt für Kleinkinder berichtet, in dem landeskundliche Inhalte im Deutschunterricht eingebaut wurden. Da Kunst ein bereicherndes Arbeitsfeld ist, haben wir Paul Klees Leben und Werke ausgewählt. Wir wollten die künstlerische Sensibilität wecken und die Gelegenheit nutzen, spielerisch die Sprache zu vermitteln. Projekte sind effiziente didaktische Arbeitsweisen. Tatsächlich haben wir ein Semester um das „Paul Klee Projekt“ strukturiert und konnten spielerisch Inhalte aus vielen Bereichen bearbeiten: Farbtheorien, Kunsttechniken, geografische und historische Kenntnisse, sprachliche und kommunikative Inhalte. Daher ist es unser Wunsch, in unserem Beitrag andere KollegInnen zu motivieren, ambitiösen Kunstprojekte im DAF-Unterricht durchzuführen.
Raum 2María Celeste Frana (S1) Schwierigkeiten beim Erlernen deutscher Phraseologismen im LeseverstehenDer vorliegende Beitrag behandelt die Phraseologismen des Deutschen im Bereich Leseverstehen Deutsch als Fremdsprache. Phraseologische Einheiten bereiten oft Schwierigkeiten sowohl in mündlicher als auch in der schriftlichen Kommunikation. Ziel meiner Analyse ist es zu beobachten, welche Schwierigkeiten bezüglich der Idiome und Kollokationen die Studierenden der Humanwissenschaften beim Lesen von authentischen Texten auf Deutsch haben. Die häufigsten Probleme beziehen sich u.a. auf das Nichterkennen der Phraseologismen oder die phraseologische Bedeutung richtig zu entschlüsseln. Die Beschreibung der Schwierigkeiten bildet bedeutende Hinweise für DAF-Lehrer, um mögliche Fehler oder Schwachpunkte vorwegzunehmen und somit angemessene Unterrichtsplanungen, die zu einem wirksamen Fremdsprachenerwerb führen können, zu entwickeln.
Eliana Graf (S1) Integrative Minimalgrammatik als Hilfe für bessere Schülertexte im DaF-Unterricht Dieser Kurzvortrag handelt von der Integration neuester Ansätze aus der Deutschdidaktik im DaF-Unterricht. Der Fokus liegt dabei auf einer Minimalgrammatik, die effektiv und effizient dafür sorgt, dass die Lernkurve in der Schreibkompetenz kontinuierlich steigt. Anhand eines formativen dialogischen Feedbacks lernen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt, wie sie Ihre Texte verbessern können. Anhand mitgebrachter Schülertexte von spanischsprachigen Kindern der Schweizer Schule in Santiago werden verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt. Dabei wird auf Hatties Studie und dem dialogischen Lernen Bezug genommen, sowie zu neuesten Kenntnissen aus der Pädagogischen Psychologie und der Lernforschung.
Prof. Dr. Mario Luis López Barrios (S1) Was sind kontextsensible Lehr- und Lernmaterialien?Globale DaF-Lehrmaterialien werden von Fachverlagen für den internationalen Markt konzipiert. Jedoch spielt die Spezifik des Kontextes (Adressatenbezug, Bezug auf die Region, Ausgangssprache und weitere bekannten Sprachen, Bildungskontext, Curriculum, u.v.a.) eine herausragende Rolle im Lern- und Lehrprozess, sodass die Adaptierung vorhandener oder der Entwurf neuer Materialien erforderlich wird. Im Vortrag wird ein an der Sprachenfakultät der Universität Córdoba laufendes Projekt vorgestellt, das die Entwicklung kontextsensibler Lehr- und Lernmaterialien zum Ziel hat. Bei der Präsentation werden die charakteristischen Eigenschaften solcher Lehrmaterialien (Kontextualisierung, Einbeziehung sprachlicher Kontraste, Anleitung zur interkulturellen Reflexion und Maßnahmen zur Erleichterung des Lernprozesses) vorgestellt und mit Beispielen illustriert.
Raum 3Dr. Rachida Benattou (S1) Motivation und Lernerfolg: eine WechselbeziehungEs gibt gemeinsame Motivationen und länderspezifische Motivationen. Zielsetzung dieses Beitrags ist es, die Motivation bei den algerischen Deutschlernenden zu behandeln und, zugleich, Debatten im Rahmen dieser wissenschaftlichen Veranstaltung anzuregen, damit jeder Teilnehmende die Erfahrung des anderen im Bereich des Deutschen als Fremdsprache entdecken kann. So werden Vorschläge und Meinungen ausgetauscht und demgemäß neue Perspektiven geöffnet..
Rainer Koch (S1) Motivation mit „Klasse!“ – Wie geht das?Motivation ist bekanntlich die wichtigste Voraussetzung und Begleiterin beim Deutschlernen. Was können unsere Lehrwerke und die Lehrenden dazu beitragen? Was motiviert Jugendliche? Wie kann ein Buch motivieren? Spaß und Humor, Erfolgserlebnisse und Leichtigkeit, Anknüpfen an die Welt der Jugendlichen, … Das ist das Rezept von Klasse!, unserem neuen Jugendlehrwerk. Klasse! steht für einen kommunikativen Unterricht und zeichnet sich durch kooperative und erfolgsorientierte Übungsformen aus. Der Kurzvortrag verschafft einen Überblick über Konzept, Inhalt und Besonderheiten von Klasse!
Posterpräsentationen
Christiane Hoyer (S1)
Ein literarisches Quartett - Leselust und Lernerautonomie im DaF-Unterricht
Es geht darum ein germanistisches Seminar vorzustellen, das den Ansatz verfolgt, Lerner durch den Einsatz von Literatur zu selbstbestimmtem Lernen anzuregen, ihnen Verantwortung für ihr Lernen zu geben und sie für die Sprache zu begeistern. Nach eigenständiger Wahl eines Buches sind sie im Verlauf des Semesters aufgefordert, über bestimmte Aspekte des Leseprozesses zu reflektieren, um sich am Ende des Semesters unter einer gezielten Fragestellung in einer „Podiumsdiskussion“ (angelehnt an das Literarische Quartett) mit anderen Studierenden über ihre Lektüren auszutauschen. Teilnehmende erfahren durch die gebotene Autonomie einen persönlicheren Zugang zum Lernen und zur Sprache und fokussieren sich darauf den eigenen Lernprozess zu strukturieren und zu steuern.
Raum 4Torsten Bol (S1) Intensivkurse als Erfolgsrezept – Semillero de Alemán als best practiceInternationalisierung ist seit Jahren eine Priorität der Universidad del Norte in Barranquilla, Kolumbien, wobei Abkommen mit ausländischen Universitäten zur Förderung des Studierendenaustauschs weiterhin eine zentrale Rolle zukommen. Um das vielfältige Angebot an deutschen Institutionen besser wahrnehmen zu können, erstellte die Uninorte im Jahre 2009 das Programm Semillero de Alemán, das Studierende mittels eines zehnmonatigen Intensivprogramms zum Niveau B1 (GER) führen und ihnen dadurch ein Auslandssemester in Deutschland erleichtern soll. Der Beitrag stützt sich auf die Ergebnisse einer Studie zum zehnjährigen Bestehen des Semillero de Alemán. Untersucht wurden der Lernerfolg der Studierenden sowie der Beitrag des Programms zur Internationalisierung der Universität.
Nicole Bier (S2) Die Entwicklung eines lernerorientierten Blended-Kurses für Studierende an einer kolumbianischen UniversitätAls Reaktion auf Reformen im Studiengang Lenguas y Cultura an der Universidad de los Andes in Bogotá wurde an der Deutschabteilung der Universität 2017 ein A1-Blended-Kurs mit einer bereits funktionierenden Online-Sprachlernplattform eingeführt, um Platz für einen weiteren Sprachkurs auf fortgeschrittenem Niveau zu schaffen. Trotz aufwendiger Kursplanung traten aufgrund der verwendeten Kursmaterialien Schwierigkeiten bei der Durchführung des Blended-Kurses auf, weshalb eine Überarbeitung der Kursmaterialien vorgenommen wurde, die zur Entwicklung einer eigenen, auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmten, Lernplattform führte. Dieser Beitrag soll den Entwicklungsprozess des Blended-Kurses und die dabei entstandene Online-Lernplattform näher erläutern.
Raum 5WS1
Clara Fenocchio
(S1) Zeit- und Selbstmanagement für Studierende: Anregungen für den DaF-Unterricht
Der Workshop „Zeit- und Selbstmanagement für Studierende: Anregungen für den DaF-Unterricht“ richtet sich an DaF-Lehrende, deren Lernende sich auf ein Studium oder einen Auslandsaufenthalt in Deutschland vorbereiten. Die Ergebnisse aktueller Studien belegen, dass angemessenes Zeit- und Selbstmanagement eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Studienerfolg von internationalen Studierenden ist. Der Workshop führt in dieses Thema ein und präsentiert konkrete Anregungen für die Lehrpraxis unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, dass der Umgang mit der Ressource Zeit kulturell bedingt sein kann.
Raum 6WS2
Gisela Alicia Epp
(S1) Vorstellung konkreter DaF Anregungen für Kindergarten und Vorschule
Das Spiel ermöglicht es, im frühen Fremdsprachenunterricht die Sprache mit Freude zu erwerben. Wenn der Fremdsprachenerwerb mit der Freude an gemeinsamem Handeln und der körperlichen Bewegung verbunden ist, werden dadurch die Kinder angeregt, eine Fremdsprache in kommunikativen Situationen zu erlernen.  Nach einer kurzen Vorstellung des DaF-Materials, welches an der Hölters Schule für die drei-, vier- und fünfjährigen Gruppen bereits eingesetzt und erprobt wurde, werden die Teilnehmer-innen dieses Workshops praktische Anregungen aktiv erleben können. Diese Anregungen sollen Anreize sein, um selbst neue zu finden und in kommunikativen Situationen anwenden zu können. Wer selbst „Spaß an der Sprachvermittlung haben” kann, wird es auch an die Kinder übertragen können.
Raum 7WS3
Ulrich Burow
(S2) Die kollegiale Hospitation als Instrument der Unterrichtsentwicklung
Beim Ansatz der kollegialen Hospitation besuchen zwei Kollegen gegenseitig ihren Unterricht und geben einander ein Feedback über die Unterrichtsstunde, um anschließend Veränderungen an der eigenen Unterrichtspraxis zu vereinbaren und umzusetzen, ganz hierarchiefrei und vertraulich. Der Workshop soll den Teilnehmern Instrumente an die Hand geben, die helfen, eine solche Hospitationsstunde gezielt zu planen und zu evaluieren. Die Teilnehmer sollen darin geschult werden, gemeinsam einen Fokus mit Beobachtungskriterien sowie Indikatoren zu entwickeln. Schließlich wird der Ablauf eines Unterrichtsfeedbacks durchgespielt. Im Anschluss können Möglichkeiten und Hindernisse der konkreten Umsetzung an den jeweiligen Schulen bzw. Bildungsinstitutionen erörtert werden.
Raum 8WS4
Facundo Moyano / María Agustina Abrile / Natalia Marina Yáñez (S2)
Medien im Deutschunterricht: Anregungen und Vorschläge
Die technologischen Medien (Handys, Tablets, Laptops) sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Mit Unterstützung von anderen Technologien, wie zum Beispiel den interaktiven Whiteboards, sind sie auch im Fremdsprachenunterricht gelandet. Es gibt immer mehr neue Apps, IWB-Funktionen, Webseiten, die das Erlernen einer Fremdsprache fördern und gleichzeitig erlauben, einen dynamischeren und attraktiveren Unterricht zu gestalten. Neben einer technischen Einführung in die Nutzung der technologischen Medien ist das Ziel dieses Workshops eine praxisnahe Schulung für den methodisch-didaktisch sinnvollen Einsatz einiger technologischer Werkzeuge. Der Workshop wird ermöglichen, handlungsorientiert und in konkreten Situationen die Einsatzmöglichkeiten der technologischen Werkzeuge kennen zu lernen.