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Tag 2Donnerstag, 20.02.
08:00 - 08:30Akkreditierung
08:30 - 09:30UnterrichtPlenarvortrag 2: Prof. Dr. Hermann Funk, Friedrich-Schiller-Universität Jena: Lehrwerkforschung und aktuelle Materialentwicklung – zum Forschungsstand und zu den Perspektiven für die Praxis
Seit 2011 befasst sich die Arbeitsstelle Lehrwerkforschung und Materialentwicklung (www.alm.uni-jena.de) mit der Lehrwerkanalyse und mit Modellen der Entwicklung von Lehrwerken. Im Vortrag soll zunächst auf einige Forschungsergebnisse eingegangen werden. Darüber hinaus wird der Unterschied zwischen wissenschaftlichen Lehrwerkanalysen, praktischer Lehrwerkbegutachtung, sowie Erprobung und Lehrwerkwirkungsforschung erläutert. Aktuelle Entwicklungen und Qualitätskriterien werden anschließend in drei ausgewählten Bereichen vorgestellt:
• Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER 2001 & 2018) als Grundlage curricularer Planung
• Übungs- und Aufgabenqualität, (Sequencing & Scaffolding)
• Lehrwerke als hybride Medien - Qualität und Funktionalität von Schnittstellen (Buch & Handy)
Lehrkräfte können aus dem Vortrag entnehmen, nach welchen Kriterien sie Lehrwerke beurteilen sollen. Das macht sie weniger abhängig von Marketingargumenten und kollegialen Ratschlägen. Die Entscheidung in Bezug auf die Passung eines Lehrwerks für eine bestimmte Lerngruppe kann ihnen nicht abgenommen werden.
Prof. Dr. Hermann Funk, Lehrstuhl für Didaktik und Methodik Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache & Interkulturelle Studien bis 2019, Präsident des Gesamtverbandes Moderne Fremdsprachen (2009-2011), Direktor der Arbeitsstelle Lehrwerkforschung und Materialentwicklung (ALM) seit 2011, www.alm.uni-jena.de, Wissenschaftlicher Koordinator der ERFA-Wirtschaft-Sprache seit 2005 (www.erfa-wirtschaft-sprache.de), Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Auslandsschulen (ZfA) seit 2011. Lehr-, Publikations- und Forschungsschwerpunkte: Allgemeine Fremdsprachendidaktik und -methodik, Lehrmaterialforschung und -entwicklung, Mentales Lexikon und Grammatik im Unterricht.
09:45 - 11:15Slot 2
Raum 1Katja Hölldampf (S3) Auf’s Papier gebracht: Zines als freies, vielseitiges Format der Sprachanwendung für DeutschlernendeZines (als Kurzform von Magazine oder Fanzine) sind zu Papier gebrachte Ideen in kleiner Auflage, klassisch mit dem Kopierer vervielfältigt und reproduzierbar. Wesentliche Eigenschaft der kleinen Auflagen ist, dass es sich um unabhängige Produktionen handelt – die Autor_innen äußern ihre Meinungen und erzählen ihre Geschichten. Dieser Aspekt der Gestaltungsfreiheit des Mediums – inhaltlich wie ästhetisch – kann auch sinnvoll im DaF-Kontext eingesetzt werden. Aus einer didaktischen Perspektive bietet das Medium Zines authentische Schreibanlässe und Gestaltungsmöglichkeiten für Deutschlernende, die in diesem Kurzvortrag anhand von Beispielen und selbst erstellten Materialien vorgestellt werden und Lehrende dazu anregen sollen, Zines-Projekte an verschiedenen Standorten zu realisieren.
Prof. Dr. Micaela van Muylem / Jana Blümel (S1) Literatur im DaF Unterricht: einige konkrete AnregungenLyrik und Literatur werden im DaF Unterricht oft vernachlässigt, obwohl sie einen spielerischen sowie ästhetischen Zugang zur Fremdsprache ermöglichen. Außerdem lassen sich landeskundliche Aspekte, kulturelle Vergleiche u.ä. sehr gut über Arbeit mit Literatur im Unterricht vermitteln. Das Ziel dieses Beitrags ist es daher, Anregungen zu geben, wie man konkret mit Lyrik im DaF-Unterricht arbeiten kann. Der assoziative und kreative Umgang mit Sprache gestaltet sich in der Erfahrung als äußerst motivierend für die Lernenden. Im Vortrag werden auch eine Auswahl hilfreicher Internetseiten mit aktuellen, anregenden Texten und einige konkrete Vorschläge zur Anwendung im Unterricht angeboten.
Sebastian Wittkopf (S3) Konkrete PoesieKonkrete Poesie referiert auf eine avantgardistische und experimentelle Strömung der Literatur, deren Werke sich als hybride Konzepte zwischen Text und Bild verstehen. Konkrete Poesie bedient sich der visuellen Dimensionen von Sprache, um Werke zu schaffen, in denen sprachliche Zeichen von ihrer eigentlichen semiotischen Funktion befreit werden und sich selbst als „Konstellationen“ (Eugen Gomringer) darstellen. Gerade diese Loslösung von traditionellen Textformen schafft ein kreatives Potenzial, das sich sowohl vor dem Hintergrund ästhetischen und landeskundlichen Lernens als auch aus sprachpraktischer Sicht für den DaF-Unterricht fruchtbar machen lässt. In diesem Sinne soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Worin liegt das Potenzial der Konkreten Poesie für den DaF-Unterricht? Wie kann Letzteres im DaF-Unterricht konkret umgesetzt werden?
Raum 2Florencia Crespo / Dr. Cristina Andrea Sereni (S1) Der Übergang vom DSD I zum DSD II: Didaktische Vorschläge zu neuen HerausforderungenDieser Kurzvortrag behandelt gezielt den Übergang von der schriftlichen Kommunikation (SK) auf B1- Niveau (DSD I) zur SK auf B2/C1- Niveau (DSD II) mit dem Hauptziel, die Unterschiede der beiden Textsorten hervorzuheben und auf die zu entwickelnden Fähigkeiten der Schüler diesbezüglich hinzuarbeiten. Als Erstes werden wir kurz erklären, worin die Übung der schriftlichen Kommunikation beim DSD I besteht.  Zweitens wird dann der argumentative Text der SK-Übung des DSD II kurz erläutert. Im letzten Teil werden wir näher auf die Fertigkeiten eingehen, die in der Vorbereitungszeit nach dem DSD I erlernt werden sollten. Hierfür nehmen wir uns vor, von uns erarbeitete didaktische Vorschläge vorzulegen.
Sofia Tamara Bianchi (S1)
Berufsbezogenes Deutsch in Erwachsenenbildung
In heutiger Zeit lernt man Fremdsprachen, weil man sich von der Beherrschung von Fremdsprachen eine zusätzliche berufliche Qualifikation verspricht. Durch die global steigende Bedeutung des Deutschen als internationale Verkehrssprache (vgl. u.a. Ammon 1997, 2010) gewinnen die Kompetenzen in dieser Sprache eine zentrale Rolle. Unter “Berufsbezogener Unterricht in DaF” wird ein Unterricht verstanden, der sich durch seine pragmatische Zweckorientiertheit auszeichnet und sich an Studierende mit berufsbezogener Motivation richtet (vgl. Funk 2007, 2010). Bahía Blanca, Handels- und Industriezentrum, bestätigt diese Ansicht. Daher ist es Zielsetzung der Präsentation, die Workshops „Deutsch für den Beruf“ und „Bewerbungstraining“, ihre didaktischen Ziele und benutzte Materialien vorzustellen.
Álvaro Camú (S3)
Lieber spät als gar nicht - Deutsch lernen für die Generation 60+
Die weltweit wachsenden Lebenserwartungen werfen in den letzten Jahren große und interessante Fragen in Bezug auf eine wachsende Altersgruppe und deren Bedürfnisse auf. Es wird oft und viel über positive Nebeneffekte von Lernprozessen im fortgeschrittenen Alter deklariert und geforscht, daher soll bei diesem Vortrag dieses Themengebiet näher ergründet und präsentiert werden. Dabei werden folgende grundsätzliche Fragen beachtet: Wie lernen ältere Menschen Fremdsprachen? Sind sie in allgemeinen DaF-Kursen wirklich gut aufgehoben? Finden sich Senioren besser in einem altersspezifischen Kurs zurecht? Was sagt die Forschung auf dem Gebiet der Geragogik dazu? Welche Erfahrungen gibt es weltweit in diesem Bereich? Gibt es altersgerechte Lernmaterialien?
Raum 3Kassandra Mierswa (S1)
Phonetik im DaF-Unterricht
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Relevanz von Phonetik im DaF-Unterricht. Es werden didaktische Ansätze zur Phonetikvermittlung vorgestellt und Überlegungen zur Auswahl und Progression von phonetischen Lerninhalten und Lernzielen angestellt. Auch wird untersucht, inwiefern Phonetik in Lehrwerken berücksichtigt wird. Darüber hinaus wird auf die wichtige Rolle der Lehrkraft bei der Phonetikvermittlung im DaF-Unterricht eingegangen. Ziel des Beitrags ist es Anregungen für bewusste Phonetikarbeit im DaF-Unterricht zu schaffen.
Marie Tappero / Miryam Pagano (S1)
Rituale im Fremdsprachenunterricht für Kleinkinder. Derzeitige Ergebnisse eines Forschungsprojekts zwischen Praxis und Theorie
In diesem Beitrag wird von einer dreijährigen Erfahrung in einem Deutschkurs für Kleinkinder berichtet. Der 1,5 stündige Kurs fand nur ein Mal pro Woche statt: eine sehr geringe Unterrichtszeit. Deshalb nutzen wir die Erkenntnisse über Rituale, um trotzdem die üblichen Ziele eines Kinder-Anfängerkurses zu erreichen. Die Einführung von Ritualen für Kleinkinder ist bekanntlich positiv, denn sie bringt Sicherheit durch Wiederholungen derselben Strukturen. Unsere Hypothese ist aber, dass Rituale an sich so wirksam sind, dass sie auch ohne starke Frequenz effizient sind. Der Vortrag besteht aus der Beschreibung sowohl der Unterrichtsstruktur und der Materialien als auch den erhaltenen positiven Resultaten.
Eleonora Gei (S1)
DACHL-Konzept im DaF-Unterricht
Unter dem Motto „Bau(t)en Geschichte und Funktion“ wurden beim IDV-DACHL-Landeskunde-Seminar unterschiedliche Konzepte vermittelt, die in diesem Beitrag vorgestellt werden sollen. Damit soll ein doppeltes Ziel verfolgt werden. Einerseits möchte ich die vermittelten Inhalte vorstellen. Dazu gehören auch Unterrichtsideen für den DaF-Unterricht und bibliographische Materialien. Andererseits möchte ich mich für mögliche Fragen im Bezug auf das DACHL-Seminar zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können sich die Teilnehmenden mit dem Thema DACHL bekannt machen bzw. ihre Kenntnisse erweitern, Unterrichtsideen sowie auch eine Liste von empfohlenen bibliografischen Materialien zum Thema DACHL mitnehmen und hoffentlich auch eine Antwort auf ihre Fragen im Bezug auf Bewerbung, Verfahren, Vorbereitung, Erfahrungen usw. im Seminar bekommen.
Raum 4Gabriela Börschmann (S2)
Lehrkraft als Facilitator - Digitale Medien und die damit einhergehende veränderte LehrerInnenrolle
Im Vortrag wird die veränderte LehrerInnenrolle im Kontext digitaler Lernumgebungen und des webbasierten Lernens beleuchtet: Eine Lehrkraft, die die Neuen Medien in die Vermittlungsarbeit des (DAF)-Unterrichts integriert, begleitet primär ein autonomes Lernen, beispielsweise mit Methoden wie denen des Flipped Classrooms. Nach Darstellung eines Kompetenzprofils anhand eines Praxisbeispiels aus dem Unterricht werden Möglichkeiten zur Umsetzung eben jener Kompetenzen vorgestellt. Es wird verdeutlicht, dass facilitierter, digitaler Unterricht tradierte Lernmedien und -methoden nicht ersetzen soll, sondern als eine Erweiterung und Bereicherung verstanden werden darf. Teilnehmende können Vorteile dieser Unterrichtsform wie auch ihre Herausforderungen bzw. Grenzen betrachten und erhalten daran anknüpfend weiterführende Anregungen.
Dr. Giovanna Chaves (S2)
Deutsch vereint – online und auch blended
Erfahrungen mit dem hybriden Deutschunterricht und der Lehrerfortbildung in Brasilien, in denen Präsenzunterricht und virtuelle Lernumgebungen kombiniert werden, zeigen, dass digitale Kompetenz und hybride Lernfähigkeiten dringend erforderlich sind, um die Quote von erfolgreichen Kursabschlüssen zu erhöhen. Der vorliegende Kurzvortrag präsentiert akademische und unternehmerische Initiativen im brasilianischen Kontext, die die Bundesuniversität von Paraná (UFPR - Curitiba) in Zusammenarbeit mit der Firma digitALE bestrebt sind, zu entwickeln. Das Hauptziel dieser Initiativen ist es, sowohl das Deutschlernen als auch die Lehrerausbildung in hybriden Kontexten zu ermöglichen, zu fördern und nachhaltig zu gestalten.
Francisco Carreño (S3)
Tandem: Strategien auf Makro- und Mikroebene
Als Tandem bezeichnet man das informelle horizontale Lernen, wobei zwei TandempartnerInnen sich treffen und sich gegenseitig die eigene Muttersprache beibringen. In dem Vortrag können Sie verschiedene Formen kennenlernen, Tandem in öffentlichen Veranstaltungen zu organisieren sowie Strategien, die Tandemarbeit zu optimieren. Die Teilnehmenden können nach dem Vortrag an den eigenen Institutionen kleinere Tandemveranstaltungen sowie mit anderen Institutionen, auch mit Privatunternehmen Tandem-förmige Veranstaltungen in Gang setzen oder bestehende Veranstaltungen optimieren.
Raum 5WS5
André Moeller (S1)
Deutsche Welle: Aller Anfang ist leicht – Angebote auf Anfänger-Niveau
Wo finde ich spannende Inhalte und wie vermittle ich sprachlichen Einsteigern auf moderne Weise eine authentische „deutsche" Sprachumgebung im Ausland? Im Workshop wird gezeigt, wie einfach erste Schritte in der deutschen Sprache sind, wenn Online-Formate den Unterricht ergänzen. Insbesondere mobile Angebote auf Smartphone und Tablet sorgen dafür, dass Lernende auch außerhalb des Unterrichts eigenständig die Sprache entdecken und üben können und wollen. Solche Angebote können Lehrwerke perfekt ergänzen und eignen sich sogar für die Einbindung in den Präsenzunterricht. Am Beispiel des mobilen Online-Kurses „Nicos Weg" und weiterer Formate werden konkrete Anwendungsszenarien vorgestellt, unterstützt durch das kostenlose Übungsbuch und weitere Lehrerhandreichungen. Bitte bringen Sie ein Smartphone oder Tablet zum Workshop mit.
Raum 6WS6
David Klausa (S1)
Die Förderung des Sprechens im modernen Fremdsprachenunterricht
"Wenn alles schläft und einer spricht, so nennt man dieses Unterricht" Dieses ironisch überspitzte Zitat von Wilhelm Busch beschreibt den in Verruf geratenen Frontalunterricht, in dem der Lehrer  die zentrale Rolle im Unterrichtsgeschehen einnimmt und die Interaktions - und Kommunikationsprozesse steuert und kontrolliert, während die Lernenden eher eine passive Rolle einnehmen. In diesem Workshop wollen wir unterschiedliche Methoden kennenlernen, um in einem handlungsorientierten und kommunikativen Fremdsprachenunterricht die Lerner stärker zu aktivieren und das Sprechen zu fördern. Dazu wollen wir theoretisch und praktisch unterschiedliche Methoden ausprobieren und ihren sinnvollen Einsatz selber für unseren Unterricht planen.
Raum 7WS7
Brigitte Merzig (S1)
Von Akzenten und Rhythmus
Die Teilnehmer sollen durch eigene Erfahrung allgemein mit dem Thema des Workshops konfrontiert werden. Es sollen verschiedene Problematiken rund um die Wortakzentuierung angesprochen werden, z.B. Interferenz der Erstsprache oder Fehlverstehen durch falsche Akzentuierung. Die TeilnehmerInnen sollen sich danach eines der Themen auswählen, in Kleingruppen zusammenfinden und anhand von Arbeitsblättern die jeweilige Problematik bearbeiten. Abschließend werden die Arbeitsergebnisse im Plenum vorgestellt. Dabei sollen auch die Diskussionen, die rund um die Problematiken entstanden, zur Sprache kommen. Ziel der Gruppenarbeit ist einerseits die eigene Produktion zu überprüfen und andererseits Hilfsmittel zum Prosodie-Training auszuprobieren, Überlegungen zur Korrektur anzustellen und phonetische Regeln zu finden.
Raum 8WS8
Dr. Bernd Helmbold (S2)
Unterrichten mit digitalen Medien
(Teil 1)
Beim Sprachenlernen zeichnen sich digitale Trends ab (mobiles Lernen, Nutzung von Videos, Game-Based Learning, EduApps usw.). Der Workshop wendet sich an Lehrer*innen, die sich ein Bild von Eigenschaften, Möglichkeiten sowie Grenzen digitaler Medien machen wollen und noch wenig Erfahrung damit im Unterricht gesammelt haben. Es wird aufgezeigt, wie das Lehren und Lernen mit digitalen Medien den Lernprozess unterstützen und als selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts verstanden werden kann. Im ersten Teil sollen auf Basis theoretischer Grundlagen die Potentiale und Grenzen digitaler Angebote erkundet und Einsatzmöglichkeiten diskutiert, im zweiten Teil generische digitale Tools ausprobiert und deren Wirksamkeit reflektiert werden. Sie sollen ermutigt werden, sich ein eigenes Bild von digitalen Medien im Lehr- und Lernkontext zu machen. Der so erleichterte Einstieg und Umgang mit digitalen Medien kann anschließend selbstständig durch das Weiterbildungsmaterial DLL 9 vertieft werden.
11:15 - 11:45Kaffeepause
11:45 - 13:15Slot 3
Raum 1Mónica Karin Hedrich (S2)

Kreative und reflektionsorientierte Analyse des Romans "Herr Lehmann"
Bei diesem Vortrag werden der Einsatz eines Lerntagebuchs in einer Studierendengruppe der Lehrerausbildung auf Niveau C1 und die daraus entstandenen Arbeitsergebnisse vorgestellt. Durch das Verfassen eines Lerntagebuchs wird der Roman Herr Lehmann von Sven Regener aufgrund textbezogener Deutungs- und Erschließungsfähigkeiten behandelt. Die Studierenden bauen dadurch ihr Faktenwissen auf und gewinnen Einblick in das Denksystem, in die sozialen und politischen Zusammenhänge, in die Gefühlswelt und in die Wertvorstellungen einer bestimmten historischen Epoche. Wichtige Ziele dieses Projektes sind die Aneignung des Ansatzes „learning by doing“ nach Dewey, und die Motivation, einen handlungsorientierten Vorgang mit Vorstellungskraft und Kreativität in ihrem zukünftigen Unterricht in Gang zu setzen.
Florencia Crespo / Lorena Verónica Justel (S2) Didaktisierungskonzeptes

Fertigkeit Schreiben. Textsorten und Ziele von B1 zu C2
In diesem Vortrag werden gezielt die Textsorten behandelt, mit denen am IESLV „Juan Ramón Fernández" im Fach Deutsch I bis VI gearbeitet wird, damit die Studierenden der Lehrerausbildung die verschiedenen Niveaus von B1 bis C2 erreichen.
Es wird gezielt analysiert, welche Textsorten für die Schreibfertigkeit besonders geeignet sind, um die auf den einzelnen Sprachniveaus erforderlichen Fähigkeiten zu entwickeln, warum bestimmte Textsorten verwendet werden sollten, und wie sie in die Praxis umgesetzt werden können. Das zu verwendende Material bezieht sich auf die Psycholinguistik und dient dazu, den Weg von der Niveaustufe B1 zu C2 unter Berücksichtigung der verschiedenen Textsorten zu analysieren.
Raum 2Zichun Huang (S2)
Die „Lernkultur“ integrieren? – Zur Umsetzung des DLL-Ansatzes im regionalen Kontext
Kulturelle Vorstellungen haben einen großen Einfluss auf den Inhalt und die Form des Fremdsprachenunterrichts. So unterscheiden sich z.B. die Lerngewohnheiten in China und Brasilien aufgrund der verschiedenen Prägungen ihrer Bildungssysteme. Das Fortbildungsprogramm Deutsch Lehren Lernen (DLL) bringt grundsätzliche Ideen, die man praktisch in den Fremdsprachenunterricht integrieren kann. Die Reflexion spielt dabei eine zentrale Rolle. Daraus lässt sich folgende Frage ableiten: inwieweit sind die DLL-Materialien offen für kulturell unterschiedlich verankerte Lerngewohnheiten? Um der Antwort näher zu kommen wurden verschiedene Materialien auf ihre Schwerpunkte zur Lernkultur analysiert und in einer Aktionsforschung wurde untersucht, inwieweit sie sich in den Unterricht integrieren lassen.
Dr. Sylvia Brandt (S3) Lehrerfortbildung DLL (Deutsch Lehren Lernen) in Argentinien – ein Blended Learning Programm zur Qualifizierung berufstätiger DaF-LehrlehrkräfteDas Lehrerfortbildungsprogramm DLL des Goethe-Instituts wird in Argentinien seit 2015 angeboten. 2016 wurde eine bilaterale Kooperationsvereinbarung zwischen der Universidad Nacional de Misiones (Argentinien) und dem Goethe-Institut Buenos Aires geschlossen. Ziel der Vereinbarung war es, dem anhaltenden Deutschlehrermangel in Argentinien entgegenzuwirken und bereits berufstätigen Lehrkräften die Möglichkeit zu geben sich innerhalb des bestehenden nationalen Bildungssystems nachträglich zu qualifizieren. Auf Basis von DLL bietet die UNaM (Facultad de Arte y Diseño) Lehrkräften die Möglichkeit innerhalb von zwei Jahren berufsbegleitend die „Diplomatura Superior en Enseñanza de Alemán como Lengua Extranjera“ zu erwerben. Der Beitrag erläutert das DLL-Programm und stellt dar, inwieweit dieses Ziel innerhalb der letzten vier Jahre erreicht wurde.
Dr. Paul Voerkel (S2) Überbewertet oder unterschätzt? Überlegungen zum Potenzial von DLL bei der Ausbildung von Deutschlehrkräften Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, wie wichtig eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis für die nachhaltige Ausbildung von Fremdsprachenlehrkräften ist. Möglich wird dies beispielsweise in den Materialien der Reihe „Deutsch Lehren Lernen“ (DLL) des Goethe-Instituts. Ziel des Beitrags ist es, das Potenzial einiger in DLL genutzter Instrumente bei der Ausbildung von Deutschlehrkräften im universitären Kontext vorzustellen. Es wird dabei kritisch gefragt, unter welchen Bedingungen es möglich ist, im regionalen Kontext reflektive Elemente sinnvoll in die Ausbildung von Deutschlehrkräften zu integrieren.
Raum 3WS9
André Hammelmann (S3)
Filmvermittlung im Unterricht: Ästhetisches und kulturelles Lernen durch Kino
In meinem Workshop werde ich der Frage nach den Möglichkeiten der Filmvermittlung im Klassenraum nachgehen. Ausgehend von Überlegungen des Cineasten und Filmtheoretikers Alain Bergala, der dem filmischen Medium besondere pädagogische Qualitäten zuspricht, möchte ich aufzeigen, auf welche Weise Filme im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts eingesetzt werden können. Hierbei liegt der Schwerpunkt weder auf linguistischen Merkmalen des Mediums noch auf fremdsprachlichen Lernzielen, sondern vielmehr darauf, wie die Beschäftigung mit dem Kino zum ästhetischen und kulturellen Lernen beitragen kann. Dabei werde ich einige Beispiele für die Arbeit mit Filmen im Unterricht, die größtenteils anhand von Fragmenten abläuft, kurz vorstellen.
Raum 4WS10
Olga Godoy / Claudia Jeschke (S1)
Lernen verändert sich - der neue GER und das neue Hueber Lehrwerk "Momente"
„Momente“ – das neue Lehrwerk vom Hueber Verlag / Viel verändert sich in diesen Zeiten – auch das Lernen! Der Referenzrahmen wird erweitert um die folgenden Lernzielbeschreibungen: Mediation, Mehrsprachigkeit, Interkulturalität, Umgang mit Literatur, Online-Interaktion. Sprachliche Mittel, Grammatik und Wortschatz sind dann reine „Diener“ für die Kompetenzen, denn es geht auch darum: Brücken zu bauen zwischen Sprachen und Kulturen sowie auf die Mediation / die angemessene Vermittlung von Inhalten zu achten. Unser Lehrwerk "Momente" bietet Geschichten, Menschen, persönliche Erfahrungen, die bewegen und zum Nachdenken anregen, aber auch berufliche Szenarien und plurikulturelle Perspektivwechsel. Das weckt Neugier und motiviert zum Mitmachen! Seien Sie gespannt auf „Momente“!
Raum 5WS11
Valeria Wilke / Natalia Lobo (S1)
Interkomprehension und DaF-Unterricht: Schnittstellen und Einsatzmöglichkeiten
Die “Interkomprehension” bezieht sich auf rezeptive Kompetenzen innerhalb von Sprachfamilien im Bereich des Leseverstehens. Im Interkomprehensionsunterricht werden Ähnlichkeiten zwischen verwandten Sprachen auf Wort- und Satzebene systematisch vermittelt. Es handelt sich um linguistische Transferstrategien, die die Gemeinsamkeiten zwischen Sprachen gleicher Herkunft in der Metapher der sogenannten “Sieben Siebe” zusammenfassen. In diesem Workshop wird auf Grundkenntnisse über die wichtigsten theoretischen Beiträge zur Interkomprehension in den germanischen Sprachen Deutsch, Englisch und Niederländisch eingegangen. Anschließend werden ausgewählte Teile einer Einheit aus dem Lehrwerk “Interger” (2016) mit den Teilnehmenden erarbeitet. Zum Schluss wird über Schnittstellen des interkomprehensiven Ansatzes mit dem Fremdsprachenunterricht und über Einsatzmöglichkeiten der Interkomprehension im DaF-Unterricht in Theorie und Praxis reflektiert.
Raum 6WS12
Carlota Gómez Ortega / Jennifer Löcher (S3)
Von ‘e‘s und Sternchen: Brauchen wir geschlechtergerechte Sprache im DaF-Unterricht?
In diesem Workshop haben wir uns zum Ziel gesetzt, der Frage nachzugehen, ob wir geschlechtergerechte Sprache im DaF-Unterricht brauchen, welche Vorkenntnisse und Vorüberlegungen seitens der Lehrenden dazu nötig sind und welche Strategien zur Verfügung stehen bzw. entwickelt werden können. Die Teilnehmenden werden sich in Gruppen mit verschiedenen Standpunkten zum Thema geschlechtergerechte Sprache vertraut machen und anschließend im Plenum Pro- und Kontraargumente gegeneinander abwägen. Unsere Absicht ist es, Fragen aufzuwerfen, Debatten anzuregen und Sensibilität für einen gerechten Sprachgebrauch zu schaffen. Es werden einige Strategien für den konkreten DaF-Unterricht vorgestellt werden, mit denen die Lehrenden das Thema in den Unterricht einbringen können.
Raum 7WS13
Dr. Bernd Helmbold (S2) Unterrichten mit digitalen Medien (Teil 2)
Beim Sprachenlernen zeichnen sich digitale Trends ab (mobiles Lernen, Nutzung von Videos, Game-Based Learning, EduApps usw.). Der Workshop wendet sich an Lehrer*innen, die sich ein Bild von Eigenschaften, Möglichkeiten sowie Grenzen digitaler Medien machen wollen und noch wenig Erfahrung damit im Unterricht gesammelt haben. Es wird aufgezeigt, wie das Lehren und Lernen mit digitalen Medien den Lernprozess unterstützen und als selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts verstanden werden kann. Im ersten Teil sollen auf Basis theoretischer Grundlagen die Potentiale und Grenzen digitaler Angebote erkundet und Einsatzmöglichkeiten diskutiert, im zweiten Teil generische digitale Tools ausprobiert und deren Wirksamkeit reflektiert werden. Sie sollen ermutigt werden, sich ein eigenes Bild von digitalen Medien im Lehr- und Lernkontext zu machen. Der so erleichterte Einstieg und Umgang mit digitalen Medien kann anschließend selbstständig durch das Weiterbildungsmaterial DLL 9 vertieft werden.
Raum 8WS14 Prof. Dr. Hermann Funk (S1) Fremdsprachenunterricht 2020 – „Das Leben“ (Cornelsen 2020) als Konzept und seine handwerkliche UmsetzungObwohl man vorsichtig sein sollte mit dem Anspruch eine neue Lehrwerkgeneration zu begründen kann man feststellen, dass in dem Lehrwerk in vielen Punkten neue Wege gegangen werden: Die Zusammenarbeit mit dem DUDEN und der Deutschen Welle eröffnete neue Dimensionen der Wortschatzplanung und des Medienangebots. Die Integration des Begleitbandes 2018 zum Europäischen Referenzrahmen erweitert die Lernzieldimension um zwei weitere Bereiche. Die konsequente Nutzung des Page Players im Unterricht geht über die bekannten Formate der Handy-Nutzung hinaus.
13:15 - 14:30Mittagspause
14:30 - 15:30Plenarvortrag 3: Prof. Dr. Olivia Diaz, “Gerettete Zunge, Überseezungen, die Zunge meiner Mutter, Engelszunge”: Möglichkeiten deutschsprachiger Literatur mit Migrationsthemen im DaF-Unterricht
Die Stellung der Literatur für sprachliche und kulturelle Lernprozesse im Fremdsprachenunterricht wird immer wieder und aus verschiedenen Perspektiven untersucht. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung deutschsprachiger literarischer Texte von Autoren mit Migrationshintergrund als eine besondere Möglichkeit für die Auseinandersetzung von Literatur im DaF-Unterricht hervorgehoben. Da viele dieser Autoren in ihren Texten ihre Begegnung mit der deutschen Sprache schildern, eignen sich ihre Romane, Erzählungen oder Gedichte für den DaF-Unterricht. Unser Vortrag setzt sich mit einigen Autoren der sogenannten Migrationsliteratur des deutschsprachigen Raums (z.B. Emine Sevgi Özdamar, Yoko Tawada, Dimitré Dinev) auseinander, die in ihren Texten den Erwerb der deutschen Sprache oder ihre Begegnung mit dem deutschsprachigen Raum thematisieren und wie diese im DaF-Unterricht eingesetzt werden
Dr. Olivia C. Díaz Pérez hat im Bereich Neuere Deutsche Literatur an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert. Seit 1991 ist sie an der Universität Guadalajara, Mexiko, tätig und seit 2008 Dozentin am Masterstudiengang DaF: Estudios interculturales de lengua, literatura y cultura alemanas der Universität Guadalajara (zusammen mit dem Herder-Institut der Universität Leipzig). Forschungsbereiche: Neuere Deutsche Literatur, Deutschsprachige Exilliteratur, DaF, Übersetzungsstudien im interkulturellen Kontext.
15:30 - 16:00Kaffeepause
16:00 - 17:30Slot 4
Raum 1WS15
Andrea Finster (S1)
Zur Rolle der Mündlichkeit im DaF-Unterricht
Zur Rolle der Mündlichkeit im DaF-Unterricht - Dass man im Fremdsprachenunterricht viel sprechen sollte, scheint selbstverständlich. Denn das Sprechen ist eine zentrale Fertigkeit für gleich mehrere Erwerbsfelder: Training der Aussprache, Gebrauch und Festigung des neuen Wortschatzes, Anwendung und Festigung der neuen Strukturen (Automatisierung), Kommunikation, d. h. in der Fremdsprache Handlungen sprachlich zu realisieren, zu agieren. Für einen effektiven FS-Unterricht ist ein hoher Sprechanteil der Lernenden daher unerlässlich. Ich möchte mit Ihnen darüber sprechen, welche Übungen und Aufgaben diesen fördern. Dabei werden wir auch klären, welche Übungstypen für welches Lernziel besonders gut geeignet sind.
Raum 2WS16
Anna Bassols Rheinfelder (S1)
Vereinfachtes und spielerisches Lernen der Grammatik mit
mnemotechnischen Hilfen, Piktogrammen und Gestik
In diesem Workshop werden die Teilnehmer erfahren, wie man das Lernen der Grammatik mit mnemotechnischen Hilfen, Piktogrammen und Gestik vereinfachen kann und welche Spiele man einsetzen kann, um ihre richtige Anwendung zu automatisieren. Dazu kommen auch Spiele, Wettbewerbe und der Einsatz vom Handy als Sprechanlass. Zuletzt werden einige konkrete Unterrichtsprinzipien besprochen, die die Motivation der Lernenden verstärken und ihren Lernprozess unterstützen.
Raum 3WS17
Andreas Schulze (S1)
1A A1-Poet*innen. Generatives Schreiben für den Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht
Im Verlauf des Workshops sollen die Teilnehmenden in die didaktischen Grundlagen des generativen Schreibens eingeführt werden. Bei dieser Methode werden (meist poetische) Textmuster verwendet, bei denen jeweils eine bestimmte grammatikalische Struktur durch gehäufte Wiederholungen im Mittelpunkt steht. Durch den kreativen Austausch ebendieser Elemente generieren die Lernenden dabei neue Texte, wobei das grammatische Muster induktiv erschlossen wird. Der Workshop beginnt zunächst mit einer theoretischen Einführung (inkl. Beispiel). In einem zweiten Schritt sollen dann mit Hilfe von verschiedenen Ausgangstexten eigene Unterrichtssequenzen geplant und präsentiert werden. Am Ende erhält jede*r Teilnehmer*in ein Material-Paket für den eigenen Unterricht.
Raum 4WS18
Gabriela Dyck (S3)
Bilaterales Konsekutivdolmetschen
Beim Dolmetschen müssen innerhalb kürzester Zeit Inhalte analysiert und in der Zielsprache wiedergegeben werden. Hierfür dient beim konsekutiven Dolmetschen die Notation von Symbolen als Sinnträger für Konzepte des Gesagten als Gedächtnisstütze. Diese Notationstechnik ist eines der Handwerkzeuge für professionelles Dolmetschen, die auch bei geringer technischer Ausstattung universitärer Räumlichkeiten gut vermittel- und trainierbar ist. Als Anwendungsszenario lassen sich Situationen mit Bedarf des bilateralen, Konsekutivdolmetsches simulieren. Neben der individuellen Entwicklung eines eigenen Notizensystems werden auch das Sprechverhalten vor Publikum und die freie Rede geübt. Die Einheit „Notizentechnik für konsekutives Dolmetschen“ in DaF-Studiengangslehrplänen bietet Raum für viele Kombinationensübungen verschiedener Fertigkeiten und Themenbereiche.
Raum 5WS19
Kay Tanita Herrmuth (S3)
Kurz gefasst: Trailer im DaF-Unterricht
Im Gegensatz zu Lang- oder Kurzfilmen werden die Inhalte in Trailern in reduzierter Form dargestellt. Das macht ihren Einsatz im Fremdsprachenunterricht auf unterschiedlichen Niveaustufen interessant. Im Workshop sollen zunächst verschiedene Arten von Trailern vorgestellt und begrifflich voneinander abgegrenzt werden. Anschließend sollen Möglichkeiten der Didaktisierung von Filmtrailern für den DaF-Unterricht anhand eines Beispiels erarbeitet werden. Dabei werden Anhaltspunkte der (Film-)Analyse und Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Trailern untersucht, sowie weiterführende Aufgaben für den Unterricht besprochen. Die Teilnehmenden des Workshops sollen aktiv an der Erarbeitung eines Unterrichtsentwurfes teilhaben und ihren Horizont für die kreative Arbeit mit Trailern auf verschiedenen Ebenen erweitern.
Raum 6WS20
Sandra Trovarelli / Katharina Götze (S1)
Bewertungsrubriken als Möglichkeit für eine transparentere Bewertung und zur Förderung der Selbstregulierung bei Lernenden
Das Konzept „Bewertung für das Lernen“ (Stobart, 2010) zielt darauf ab, die aktive Teilnahme der Lernenden an ihrem eigenen Lernprozess, ihre Selbsteinschätzung und davon ausgehend die Selbstregulierung des Lernens zu fördern. Ein Weg, dies zu erreichen, ist die Verwendung von Bewertungsrubriken bzw. Bewertungsrastern. Dieser Workshop zeigt den Wert und Nutzen dieser Instrumente auf, um sich einer Bewertung für das Lernen zu nähern. Dazu werden wir in diesem Workshop Bewertungspraktiken diskutieren, den theoretischen Bezugsrahmen erweitern und mit verschiedenen Arten von Bewertungsrastern arbeiten, um ihre Stärken und Schwächen auszuloten sowie Möglichkeiten der Selbstregulierung analysieren, die sie in Gestaltung und Umsetzung anbieten. Das Feedback anhand von Bewertungsrastern wird im Workshop mithilfe verschiedener technologischer Tools erkundet.
Raum 8WS21
Mónica Karin Hedrich (S1)
Sprechen als produktive Fertigkeit: Praktische Anregungen für den Unterrichtsalltag ?
Dieser Workshop möchte den Lehrkräften Mut machen, kreative Sprechanlässe in ihren Unterricht einzubauen. Er öffnet neue Zugänge, damit sich ihre Lernenden mündlich äußern und ermöglicht auch Erfolgserlebnisse für Lernende, die unter Sprechhemmungen leiden. Durch die Teilnahme an diesem Workshop erreichen die Lehrkräfte folgende Ziele: Sie werden auf der Grundlage eines kurzen theoretischen Rahmens über das Sprechen als produktive Fertigkeit mit Emotionen intensiv verbunden und als Antrieb für Lernmotivation und Lernerfolg reflektieren und darüber diskutieren. Sie werden Texte und Aktivitäten als Spielform, die im handlungs- und produktionsorientierten Fremdsprachenunterricht die Sprechkompetenz fördern, kreativ überarbeiten.
Raum 9W22
Demian Nahuel Goos / Marcela Bosco (S3)
Wie interpretieren die Deutschen ihr Grundgesetz?
Das Thema des Workshops ist, wie sich die deutsche Gesellschaft unabhängig von Alter und Herkunft aktiv mit der deutschen Verfassung auseinandersetzt, um die demokratischen Werte wie Gleichheit, Recht und Vielfalt zur Geltung zu bringen. Im Workshop werden den Teilnehmern praktische und interaktive Lehrmethoden und Verfahren nahegebracht, mit denen im Unterricht gezielt Kernaussagen des zu behandelnden Stoffes hervorgehoben werden können. Ziel des Workshops ist es, diese Lehrmethoden in andere Felder neu zu interpretieren und weiterzuentwickeln und mit einer bewusstseinsbildenden Aktivität auf die Dringlichkeit hinweisen, rechtsextremen Gedankengut auch im DaF-Unterricht aktiv entgegenzuwirken.